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Ingeborg Bachmann: Lesung zum Leben der einflussreichsten Lyrikerin der Nachkriegszeit

„Wer war Ingeborg Bachmann?“ – Mit dem mit äußerst unaufgeregten Titel zeichnet die Biografin Ina Hartwig die Lebensstationen der österreichischen Dichterin nach, bei der es die Mythenbildung leicht hatte: Bachmanns kometenhafter Aufstieg in den Fünfzigerjahren, ihre glamourösen Auftritte, ihre Beziehungen zu Paul Celan und Max Frisch und ihr rätselhafter Tod 1973 waren jahrzehntelang die Grundlage für immer neue Projektionen. Ina Hartwig sieht die Dichterin weder als „Schmerzensfrau“, noch als „Einsame und Entrückte“. Vielmehr konturiert sie in ihrer „Biografie in Bruchstücken“ Bachmanns Lebensspuren zu einem vielfach gebrochenen Porträt. Das Buch der Literaturkritikerin und Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt Ina Hartwig gibt ein aufschlussreiches Bild in die vielschichtige und starke Persönlichkeit der Schriftstellerin Bachmann – mit der Drogensucht der Autorin ebenso wie mit der ambivalenten Vaterbindung der Dichterin, mit ihrer Nähe zur US-amerikanischen Kulturpolitik der 50er- und 60er-Jahre und mit schwierigen Liebesbeziehungen.

Wann: 20.11.2018 um 19 Uhr
Wo: Stadtbibliotrhek Koblenz (Zentralplatz 1)
Eintritt: frei

(Pressemitteilung der Stadt Koblenz; Foto: Neithan90 [CC0], Wikimedia Commons)

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